Mitgliederbrief |
April 2006 |
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DAS GLÜCK BESTEHT NICHT DARIN, |
WIV-Vorstandssitzung in FreiburgBeeindruckende Fortschritte bei der SolarenergieProf.
Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare
Energiesysteme ISE in Freiburg/Bsg. (im Bild vor einem der
Sonnenstrahlung nachgeführten Konzentrator-Fotovoltaikmodul) war
Gastgeber des WIV-Vorstands, der dort im Anschluss an eine Besichtigung
des Instituts am 11. Oktober seine 2.Vorstandssitzung 2005 abhielt. |
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Tag der Technik am 19. und 20. Mai 2006an Brennpunkten der Technik (mehrere Veranstaltungsorte) 25 Jahre VDI/VDE-Seniorenkreisam Montag, 9.Oktober 2006 |
Begrüßungsansprache von Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Jörg Bullinger am VDI-Ball 2005Kreativität braucht auch KommunikationMeine sehr verehrten Gäste, Freunde und Mitglieder des VDI und des VDE, heute abend diskutieren wir nicht über Nanotechnologie, Laser, Mikrosystemtechnik und Robotersysteme. |
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Das 8. ForumFeinstaub -
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![]() Prof. Dr. H. Kohler, | |
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Prof. Dr.-med. Rainer Dierkesmann, Chefarzt der Klinik Schillerhöhe bei Stuttgart, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, legte die notwendige Basis für die nachfolgenden Beiträge mit seinen Erläuterungen, was Staub aus physiologischer Sicht sei und wie er im menschlichen Organismus wirksam werden kann. Einfach ist eine erste Unterscheidung: Sichtbarer Staub ist, wenn ungiftig, in der Regel ungefährlich. Hingegen können Stäube mit Korngrößen in der Größe von Bakterien, also kleiner als 2,5 Mikrometer, bis hinunter zu den Abmessungen der Viren, die Barrieren und Reinigungsmechanismen des Körpers überwinden. Wenn auch in den Richtlinien von Durchmessern gesprochen wird, ist das medizinisch gesehen nicht der richtige Parameter für die Klassifizierung der Stäube, denn physiologisch von Bedeutung ist die Größe der Oberfläche der Partikel. Große Partikel sind deswegen für den gesunden Menschen harmlos, weil sie im Mund- und Rachenraum sowie in den oberen Atemwegen abgelagert und von dort innerhalb eines Tages wieder ausgeschieden werden. Bei Rauchern und Kranken kann diese Zeit bis zu einem Jahr verlängert sein. Feine Teilchen dagegen dringen bis in die Lungenbläschen vor und können im Körperinneren Veränderungen auslösen. Nach Dierkesmann "konnte bisher keine Schwellendosis für Gesundheitsschäden wahrscheinlich gemacht werden". Mit diesem Schutzmechanismus ausgestattet ist der Mensch in der Lage, täglich die heftigsten Staubattacken im häuslichen Bereich beim Kochen, Braten, Backen und ebenso im Freien den aufgewirbelten Staub der Strasse oder Baustelle zu überstehen. Die krankmachende Wirkung von Feinstaub ist andererseits kaum anzuzweifeln, auch wenn sich diese im Zusammenhang mit anderen Einflussgrößen schwer nachweisen lässt. So ist beispielsweise der Einfluss der Umgebungstemperatur auf die Mortalität viel größer als der der Feinstäube und daher schwer aus den Statistiken zu entfernen. Dierkesmann: "Wir haben einen Zusammenhang, aber der ist nicht sehr groß". Die Komplexität, der sich die Medizin gegenüber sieht, enthebt jedoch die Politik nicht der Pflicht, etwas für die Reinhaltung der Luft zu tun. | |
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Regierungspräsident Dr. Andrioff: "Weitreichendes Maßnahmenpaket wird evtl. nicht ausreichen." |
Dazu appellierte Regierungspräsident Dr. Udo Andriof gleich zu Beginn seiner Ausführungen an alle Bürger, auch persönlich ein erhöhtes Umweltbewusstsein zu entwickeln, das eigene Verhalten daran auszurichten und nicht nur auf die Politik zu schauen. Der heutige Handlungsdruck auf Politik und Verwaltung kommt zunächst nicht aus einer akuten Verschlechterung der Luftqualität. Diese hat sich vielmehr im Bereich der Feinstäube nach EU Richtlinie im Zeitraum von 1994 bis 2002 um 23% verbessert, bei den vom Verkehr verursachten Staubbelastungen sogar um 44%. Dennoch ist Handeln angesagt, denn die von der EU festgesetzten Grenzwerte sind viel strikter geworden. Die Grenzwerte werden nur eng begrenzt an besonders vom Verkehr belasteten Stellen gemessen. Nur mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel wird man in Stuttgart der heute gemessenen Feinstaubkonzentrationen einigermaßen Herr werden können, wozu auch Fahrverbote für "Dreckschleudern", Durchfahrverbote für Lastverkehr und andere unpopuläre Anordnungen gehören werden. |
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Der Bürger kann insbesondere durch einen verstärkten Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel, die dafür noch attraktiver gemacht werden sollen, das Seine dazu beitragen. Dennoch werden die damit erreichten Auswirkungen nicht ausreichen, die Grenzwerte zu erfüllen. Prof. Dr.-Ing. Herbert Kohler, u.a. Umweltbeauftragter der DaimlerChrysler AG, wies ebenfalls darauf hin, dass die Belastung durch Feinstäube seit 1987 drastisch zurück gegangen sei, was vor allem auf Industriestilllegungen in den Industriezentren Gesamtdeutschlands zurück zu führen ist. Bei den Pkw mussten die Emissionen für Dieselmotoren von der Abgasstufe Euro 0 bis Euro 5 um 98% gesenkt werden. |
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Prof. Dr. Dierkesmann: "Wir haben einen Zusammenhang, aber der ist nicht sehr groß". |
Dazu tragen Partikelfilter, die keine Additive benötigen, bei. Strenge Emissionsvorschriften gelten ebenfalls für Nutzfahrzeuge, deren Abgase mit der Stufe Euro 5 ähnlich niedrige Schadstoffwerte wie bei PKW erreichen werden. Die Autoindustrie sieht sich hier seit Jahren in einem Zielkonflikt zwischen Kraftstoffeinsparung und Emissionsminderung, die sich leider gegenläufig verhalten. Neben den Motorabgasen verursacht der Strassenverkehr Stäube aus dem Abrieb von Bremsen, Reifen und Strassenbelag. Vor allem letztere zählen zu den groben Stäuben, die zwar lästig sind, aber keine Krankheiten verursachen. Kritik übt Kohler an der Politik, deren bisherige Maßnahmenkataloge sich nahezu ausschließlich auf den Verkehrssektor fokussieren |
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Die anschließende, lebhafte und kritische Diskussion
fragte noch einmal nach der Grundlage und der Angemessenheit der
heutigen Richtlinien und der daraus folgenden Maßnahmen. Einerseits
beruhen die jetzigen Grenzwerte auf Daten, die heute 8 bis 9 Jahre alt
sind und aus einer Zeit stammen, als das Gesundheitsrisiko erheblich
höher eingeschätzt wurde als heute. Außerdem wurde gefragt, warum die
Feinstaubbelastung so dringend diskutiert wird, nachdem das Ausmaß in
der Vergangenheit doch drastisch abgenommen habe. Augenscheinlich wird das
Problem in unseren Nachbarländern Italien und Frankreich entspannter
betrachtet, in denen praktisch keine Partikelfilter für Dieselfahrzeuge
trotz hoher Marktanteile verkauft werden. Mahnend und tadelnd wurde
darauf hingewiesen, dass die EU-Behörden mit Richtlinien den
ausführenden Organen äusserst rigorose Auflagen machen und damit keinen
lokalen Ermessensspielraum mehr zulassen. Das leistet der Bürokratie
Vorschub und verursacht Kosten mit negativen Auswirkungen auf die
Produktivität unserer Volkswirtschaft. Günter Hellbardt / Helmut Dobler |
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Die Initiative für den Technikstandort Deutschland
"Sachen machen!"
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Das Podium für die Auftaktveranstaltung "Sachen machen!" (als Ausschnitt, von links): Dr. Manfred Krüper (E.ON.AG), Dipl.-Ing. Wolfgang Dürheimer (Porsche), Dr.-Ing. Willi Fuchs (VDI), Stefan Baron (Wirtschaftswoche). Nicht im Bild u.a. Prof. Bullinger. |
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2006 startet mit "Sachen machen!"
die erste bundesweite Initiative zur Förderung und Stärkung des
Technikstandorts Deutschland. Deutschland ist in vielen Branchen wie
Optischen Technologien, Mikrosystemtechnik oder Energietechnologien
bereits heute Weltmarktführer und zudem globaler Exportweltmeister, hat
aber in den vergangenen Jahren auf einigen Gebieten im internationalen
Wettbewerb an Boden verloren. Ziel der Initiative ist es, Deutschland
bis 2015 wieder zum weltweit führenden Technikstandort zu machen. Die vom VDI Verein Deutscher Ingenieure gestartete Initiative "Sachen machen!"
will ihr oberstes Ziel nicht durch eine Anzeigenkampagne, sondern durch
eine Reihe konkreter Aktionen und Projekte erreichen. "Im Mittelpunkt
von Sachen machen! stehen die bereits erfolgreichen
Innovationen, Produkte und Projekte unserer Partner, die teilweise
Weltspitze sind - ohne dass dies jemand weiß", sagte Dr.-Ing. Willi
Fuchs, Direktor des VDI und Sprecher der Initiative auf der
Auftaktveranstaltung am 2. Februar in Düsseldorf vor mehr als 200
geladenen Gasten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Aktion hat sich drei konkrete Ziele gesetzt: |
Kennen Sie die interessanten Reiseangebote des WIV und der VDI-N?06.-25.März 2006 11.-15.Mai 2006 07.-14.6. 2006 (Moskau - St. Petersburg) 24.05.-07.06. 2006 (St. Petersburg - Moskau) Mai und Juni 2006 Schienenkreuzfahrt |
VDI-Freemail jetzt mit 40 MB SpeicherplatzEin neues Angebot für VDI-MitgliederPortal der IngenieureDie
E-Mailpostfächer von VDI-Freemail wurden jetzt von 10 MB auf 40 MB
erweitert. Dieser Service steht VDI-Mitgliedern nach wie vor kostenfrei
zur Verfügung. |
PersonaliaVerstorbenist Dr.rer.nat. Adolf Franck, Leiter des Arbeitskreises Kunststofftechnik, am 15.Mai 2005. Er war mehr als 40 Jahre Mitglied und Mitbegründer des Arbeitskreises. Bundesverdienstkreuz 1.Klassefür Dr.-Ing. Roland Idler für seine Verdienste um das
Gemeinwohl. Zu diesen zählt u.a. sein Einsatz über mehr als zwei
Jahrzehnte für die Technische Gebäudeausrüstung als Leiter des
WIV-Arbeitskreises und in der VDI-Gesellschaft. |
Berufungvon Dipl.-Ing. Kurt Kämmer, langjähriger Leiter des WIV-Arbeitskreises Produktionstechnik, in den Beirat der VDI-Gesellschaft Produktionstechnik. Neckargruppe |