Mitgliederbrief

Dezember 2004


WER FÜHREN WILL,
DARF DENEN, DIE ER FÜHRT,
NICHT IM WEGE STEHEN.

LAOTSE


WIV-Vorstand tagte im Maybach-Center

Die 2. Sitzung des erweiterten WIV-Vorstands fand auf Einladung von Herrn Dr. Thomas Weber im MTC (Mercedes Technology Center) in Sindelfingen statt. Themen waren u.a. der abschließende Bericht über das "Projekt zur Qualifizierung und Wiedereingliederung älterer arbeitsuchender Ingenieure", Vorbereitungen für die Mitgliederversammlung 2005, sowie Berichte über die Bezirksgruppen und Arbeitskreise, die Landesvertretung Baden-Württemberg, die Planung für das Folgeforum zur "Energiesituation heute und im Jahre 2020" im kommenden Frühjahr, welches das Thema gesellschaftlich/politisch behandeln wird.

Zu den neuen Hochschulqualifikationen Bachelor und Master entspann sich auch in dieser Sitzung eine rege Diskussion. Nachdem die Einführung von der Politik gewollt war, waren dem VDI so gut wie keine Einflussmöglichkeiten auf das "Für" und "Wider" gegeben. Zur fachlichen Qualifikation des Bachelortitels wird allgemein festgestellt, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit zwischen den Unternehmen und Hochschulen zu leisten ist.
 


 

Nach der Vorstandsitzung konnten die Mitglieder des Vorstands sowohl den Maybach als auch den SLR ausgiebig besichtigen. Über das imposante Automobil freuen sich (von links). Prof. H.-J. Roos, Prof. N. Schaub, "unser" Exklusivberater (beide DC), Frau M. Cipri, U. Conrad, Prof. H.-J. Bullinger,
A. Koeppe, knieend Prof. H. Seitz


Geschäftsführer des WIV - ein Job mit 100 Facetten

ein Interview mit Dipl.-Ing. Gerhard Isenmann

Herr Isenmann, Sie sind jetzt seit 24 Jahren Geschäftsführer des Württembergischen Ingenieurvereins hier im VDI-Haus Stuttgart. Wie geht es Ihnen?

Wenn's im VDI-Haus in Stuttgart-Vaihingen brummt, dann bin ich zufrieden. Es geht mir gut, wenn unsere vielfältigen Aktivitäten im Württembergischen Ingenieurverein (WIV), der VDI-Haus Stuttgart GmbH und der VDI-Landesvertretung Baden-Württemberg positive Resonanz erzeugen und stets zukunftsweisende Aufgaben in der Entwicklung sind.

Mit dem VDI-Haus hat die Weiterbildungsarbeit des WIV im Jahre 1975 in fünf Vortragsräumen hervorragende Rahmenbedingungen erhalten und nicht zuletzt die Geschäftsstelle für die Stuttgarter VDI-Aktivitäten ihren Sitz. Gäste des Hauses sind sehr davon angetan - so stellen wir immer wieder fest - wie sich das Gebäude innen und außen in Gestaltung und Ausstattung präsentiert und damit eine positive Ausstrahlung hat. Wir sind schon etwas stolz darauf, dass diese Anpassungsmaßnahmen Jahr für Jahr so gelungen sind und dies darüber hinaus eigenfinanziert.

Lassen Sie mich dies noch etwas verdeutlichen: 1987 ist es mit Unterstützung von Unternehmen in Württemberg, des Gesamtvereins und Mitteln des WIV gelungen, das Grundstück, auf dem das VDI-Haus steht, von der Landeshauptstadt Stuttgart zu erwerben. Für werterhaltende und wertverbessernde Maßnahmen wurden seit 1990 mehr als eine Million Euro aufgewandt. Schließlich konnten die beträchtlichen externen Darlehen getilgt werden und - last but not least - wurde der WIV im Jahre 1992 Alleingesellschafter der VDI-Haus Stuttgart GmbH durch Erwerb der Anteile des Gesamtvereins in Höhe von vierzig Prozent.

Ebenso zeigt die für einen Verein bedeutende Größe, die Mitgliederzahl, eine positive Entwicklung. Sie betrug im Jahre 1980 ca. 7500. Das zehntausendste Mitglied konnten wir 1989 begrüßen. Zum Jahresbeginn 2004 zählen wir nun mehr als 12 800 Mitglieder. Gut die Hälfte davon sind dabei der Region Stuttgart zuzurechnen. Die weiteren Mitglieder gehören anteilig den sechs Bezirksgruppen.

Ihren Arbeitstag - so wird berichtet - beginnen Sie um 6:30 Uhr und verlassen das Haus selten vor 19:00 Uhr, oftmals auch wegen VDI-Veranstaltungen im Haus sehr viel später. Wo liegen die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit?

Das genannte Zeitfenster entspricht durchaus der Realität. Die vielfältigen Aufgaben im WIV, in der VDI-Landesvertretung Baden-Württemberg und der VDI-Haus Stuttgart GmbH fordern ihren zeitlichen Tribut, jedoch ergeben sich Synergieeffekte bei der Erfüllung der Aufgaben.

Als Schwerpunkte meiner Arbeit sehe ich in Abstimmung mit dem Vorstand des WIV unser Angebot auf dem Markt der Weiterbildung, die Unterstützung der Vereinsarbeit in allen Bereichen wie die Vor- und Nachbereitung der Vorstandssitzungen, der Mitgliederversammlung, das Aufstellen des Haushaltsentwurfs, interne und externe Projekte zu initiieren, umzusetzen und zu begleiten, dies in Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in wechselnder Besetzung. Dazu zählen z.B. die jüngste Neugestaltung des Veranstaltungskalenders, in 2002 die Gestaltung unseres 125-jährigen Jubiläums und des Tags der offenen Tür im VDI-Haus in 2001.

Weitere Aufgaben sind die Mitwirkung in verschiedenen - auch externen - Gremien, die Kontaktpflege zu den Bezirksgruppen und Arbeitskreisen, die Leitung der Geschäftsstelle der VDI-Landesvertretung Baden-Württemberg und nicht zuletzt die Personalführung der Geschäftsstelle. Das Schaltzentrum dafür ist hier das VDI-Haus in Stuttgart-Vaihingen. Als Geschäftsführer der VDI-Haus GmbH ergeben sich eine Reihe weiterer Schwerpunkte meiner Tätigkeit.

Der Markt für das Bildungsangebot ist hart umkämpft. Wie sehen Sie hier die Position des WIV, auf welche Erfolgsfaktoren setzen Sie und Ihre Mitarbeiter?

Die Weiterbildung kann in der Tat als Markt angesehen werden. Hier gelten uneingeschränkt die Gesetze des Wettbewerbs. Unsere Produkte sind Seminare, Workshops, Vorträge, Exkursionen, für die wir in der Mehrzahl eine Teilnahmegebühr erheben. Die Einnahmen aus der Weiterbildungsarbeit sind neben den Mitgliedsbeiträgen die wichtigste Säule der Finanzierung des WIV.

Unser Ziel ist es, neben Standardthemen fachlich aktuelle Themen aufzugreifen und zeitnah anzubieten. Die Fachkompetenz unserer Arbeitskreise ist uns dabei sehr wertvoll. Durch unsere schlanke Organisation können wir dann solche Themen schnell zur Marktreife führen.

Dabei legen wir großen Wert auf in jeder Hinsicht kompetente Referenten, die wir aus unseren Kontakten zur Hochschule, Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung gewinnen. Praxisnähe zeichnet unsere Seminare aus. Gegenwärtig führen wir im VDI-Haus, in wenigen Fällen auch extern, bis zu 120 Seminare im Jahr durch und sind damit der größte regionale Anbieter unter den 45 VDI-Bezirksvereinen. Dieses Angebot wollen wir steigern, um damit zu einer verbesserten Auslastung im VDI-Haus beizutragen. Die Gesamtauslastung des VDI-Hauses, das möchte ich hier noch hinzufügen, resultiert aus weiteren Mietern, die z.T. langjährig das Haus nutzen oder auch kurzfristig geworben werden.
 


 

Dipl.-Ing. Gerhard Isenmann,
Geschäftsführer des WIV, und
Frau Monika Cipri, Sekretariat
Geschäftsführung (in Nachfolge von Frau Müller)

Für die Vereinsführung haben wir doch ein Vorstandsgremium mit Beiräten, dazu die Leiter von
6 Bezirksgruppen und die Leiter der Arbeitskreise. Bleibt da noch Arbeit für Sie übrig?

Die Alltagspraxis zeigt, dass gerade das Netzwerk zwischen Ehrenamtlichen - also dem Personenkreis, den Sie eben genannt haben - und den Hauptamtlichen gut funktionieren muss, um möglichst effizient die Arbeit im WIV zu leisten. Es ist nützlich, wenn durch die hauptamtliche Geschäftsführung Kontinuität und Fortschritt vor dem Hintergrund der satzungsgemäß wechselnden Ehrenamtlichen unterstützt wird.

So ist die Vereinsführung, dazu zählt der Vorsitzende, der stv. Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer, ehrenamtlich tätig. Während meiner Zeit als Geschäftsführer durfte ich bis heute mit sechs Vorsitzenden einschließlich des amtierenden eng, konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten, das gilt auch für drei Schatzmeister und zwei Schriftführer ebenso wie die stv. Vorsitzenden.

Stets ist es dem WIV gelungen, Persönlichkeiten in exponierter Stellung aus Wirtschaft, Forschung und Lehre und der öffentlichen Verwaltung für das Amt des Vorsitzenden zu gewinnen. Dass dies immer gelang, ist aus meiner Sicht nicht hoch genug zu schätzen. Die Zusammenarbeit im VDI-Haus ist somit Zuarbeit im Sinne von dienen und gestalten.

Mit der Einrichtung der VDI-Landesvertretungen für die deutschen Bundesländer sollten zur Unterstützung der Herren Landesvertreter gleichzeitig Geschäftsstellen-leiter benannt werden. Für die VDI-Landesvertretung Baden-Württemberg haben Sie diese Aufgabe zusätzlich zu Ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich übernommen. Bleibt bei einer solchen Häufung nicht manches unerledigt?

Bedauerlicherweise ja - der Handlungsrahmen der VDI-Landesvertretungen ist durch die Geschäftsordnung weit gesteckt und durch das jährliche Budget, das der Beirat der Bezirksvereine - ein zentrales Gremium des VDI - beschließt, finanziell begrenzt. Es wird also stets darauf ankommen, mit den Verantwortlichen der Bezirksvereine in Baden-Württemberg und der Unterstützung der Hauptgeschäftsstelle die gemeinschaftliche Darstellung des VDI im Land effizient zu gestalten.

An wenigen Themen wird deutlich, dass Synergieeffekte möglich sind. Dies gilt zum Beispiel auf dem Gebiet Jugend und Technik, das bei den fünf Bezirksvereinen im Lande einen hohen Stellenwert besitzt und durch eine eigens dafür eingestellte Mitarbeiterin in unserer Geschäftsstelle unterstützt wird. Alle Projekte, dazu zählen insbesondere die Parlamentarischen Abende für die Mitglieder des Landtags, werden in den Sitzungen des Lenkungsausschuss behandelt und mit verteilten Rollen abgearbeitet.

Die nun nach dem Start der VDI-Landesvertretung Baden-Württemberg im Jahre 2000 gewählte Konstellation, dass der Geschäftsführer des WIV auch gleichzeitig Leiter der Geschäftsstelle der Landesvertretung ist, kann als nützlich angesehen werden, muss aber nicht zwingend so sein und bleiben. Im Sinne eines Netzwerks wird bei guter Abstimmung, und da bin ich mir sicher, auch eine andere Lösung den Anforderungen gerecht.

Worauf erstreckt sich Ihre Aufgabe: Personalführung der WIV-Geschäftsstelle?

Im VDI-Haus sind gegenwärtig 14 Angestellte einschließlich mir als Geschäftsführer beschäftigt, davon die Hälfte in Vollzeit. Mehr als dreiviertel der Mitarbeiter sind Frauen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt nach wie vor 40 Stunden.

Die Personalverantwortung tragen Schatzmeister und Geschäftsführer gemeinsam. An der Nahtstelle zwischen Ehrenamt und Hauptamtlichen verstehe ich mich stets als am Ziel orientierter Makler. In einem kleinem Unternehmen liegen die vielfältigen Aufgaben der Personalarbeit bei der Geschäftsleitung. So ist es auch beim WIV.

Im Kreis der Mitarbeiter/innen werde ich als Coach gesehen, der in einem Zielrahmen führt. Eigeninitiative, Flexibilität und das Verständnis, Dienstleister gegenüber den Ehrenamtlichen und den Kolleginnen und Kollegen zu sein, haben einen hohen Stellenwert und sind wiederkehrende Botschaften in den Mitarbeiterbesprechungen.

So bin ich der Meinung, dass Leistung nicht angeordnet werden kann, vielmehr muss sie sich an den Zielen orientieren. Was die Motivation angeht, so verweise ich gerne auf ein Wort von Konfuzius: "Wählen Sie einen Beruf, den Sie lieben - und Sie müssen keinen einzigen Tag im Leben arbeiten".
 


 

Was wünschen Sie sich für den VDI, im besonderen für den Württembergischen Ingenieurverein?

Damit ein alter Verein auch in Zukunft gefragt ist, muss er jung bleiben. Dies gilt sowohl für den Gesamtverein als auch für den WIV. Motivierte Ehrenamtliche, die zusammen mit engagierten Mitarbeitern der Geschäftsstelle die Vereinsarbeit leisten und die Zukunft innovativ gestalten, wünsche ich mir für VDI und WIV. Gemeinsam erzielte Erfolge sollen hier motivierend und stimulierend wirken. Die Initiativen zur Gewinnung neuer Mitglieder sollen den Mitgliederbestand dauerhaft wachsen lassen, d.h. im besonderen, dass Studenten und Jungingenieure zur Zukunftssicherung gewonnen werden.

Ebenso ist das Halten und Begründen von Fördernden Mitgliedschaften, d.h. Firmenmitgliedschaften, eine lohnende und herausfordernde Aufgabe.

Die Medien für die Arbeit der Ingenieure zu interessieren, d.h. also erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, bleibt eine mühsame aber erfolgversprechende Zukunftsaufgabe, dass sie uns in der AG Öffentlichkeitsarbeit gelingt, ist ein besonderer Wunsch. Nach innen ist dies mit dem zweimal im Jahr erscheinenden Mitgliederbrief gut gelungen.

Weiter wünsche ich, dass Weiterbildung im VDI-Haus nach wie vor ihren hohen Stellenwert behält und der VDI als Anbieter seine Marktchancen durch ein praxisnahes Weiterbildungsangebot wahrnimmt.

Was wünschen Sie sich von den VDI-Mitgliedern, Ihren Auftraggebern?

Wir Mitarbeiter der Geschäftsstelle verstehen uns als Dienstleister, das möchte ich nochmals ausdrücklich betonen. Ich will aber auch nicht verhehlen, dass um diesem Anspruch zu entsprechen, stets erneute Anstrengungen notwendig sind. Dazu wünsche ich gesicherte Finanzen, denn sie sind eine wichtige Voraussetzung für zukunftsorientiertes Handeln.

Weiter wünsche ich allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, welche Leistungen auf den unterschiedlichsten Gebieten erbringen, dass Mitglieder und Gäste das breite Angebot annehmen. Ist das der Fall, wirkt dies wie ein Applaus an die Initiatoren und ist damit eine wichtige Unterstützung der Vereinsarbeit.

Von den Mitgliedern, die an einer Mitarbeit interessiert sind, wünsche ich mir die Bereitschaft, die Arbeit im VDI mitzugestalten. Für jede Altersgruppe und für zahlreiche Interessengebiete bieten sich herausfordernde Aufgaben, auf die noch Macher warten.

Zum Schluss, Herr Isenmann, finden Sie noch Zeit für Ihre persönlichen Vorlieben?

Beruf und Freizeit sind für mich oft verknüpft. Auf der Interessenliste stehen Kultur, Lesen und Sport. Ein Besuch der Oper, eines Konzerts oder eines amüsanten Theaterstücks ist mir einen Abend wert. Gerne nehme ich mir Biografien vor oder vertiefe mich in Literatur über Eisenbahnen rund um den Globus. Ab und zu reicht es auch zu einer Nostalgiefahrt auf Schienen.

Ein bis zweimal die Woche einen Waldlauf mit Freunden zu morgendlicher Stunde am Wochenende oder abends an Wochentagen schätze ich sehr. Hier decke ich meinen Bedarf an Bewegung und dies inzwischen seit über dreißig Jahren.

Die Fragen stellte Helmut Dobler


Unterstützung für die VDI-Ingenieurhilfe
- Gemeinschaftsaufgabe und Herzenssache

Seit über 100 Jahren unterstützt das Hilfswerk in Not geratene Ingenieure oder deren Hinterbliebene. Die VDI-Ingenieurhilfe wurde auf der Hauptversammlung des VDI im August 1894 in Berlin gegründet. Nach wechselvoller Geschichte, bedingt durch zwei Weltkriege, Inflation und damit dem Verlust sämtlicher Rücklagen, nahm die VDI-Ingenieurhilfe e.V. - nach Wiedergründung des VDI - 1947 ihre Tätigkeit wieder auf.
Durch großzügige Spenden von VDI-Mitgliedern konnte wieder ein finanzieller Grundstock aufgebaut werden, der erlaubte, einen Reservefonds verzinslich anzulegen und damit eine kontinuierliche Arbeit zu leisten. Auch heute ist die VDI-Ingenieurhilfe mehr denn je auf die Spenden der VDI-Mitglieder angewiesen, damit weiterhin unverschuldet in Not geratene Ingenieure und deren Hinterbliebene finanziell unterstützt werden können.

 

Dr.-Ing. Karl Kollmann, Mitglied des Kuratoriums (rechts) und Dipl.-Ing.(FH) Ulrich Conrad, Vertrauensmann der VDI-Ingenieurhilfe


Es gibt immer Menschen, die in Not sind. Leider ist die Not häufig größer als man sich vorstellen kann.
Die Liste der Unterstützungsfälle, die die VDI-Ingenieurhilfe schon betreut hat, ist sehr lang, trotz allgemeiner sozialer Mindestabsicherung, beispielsweise durch Renten oder Versorgung durch andere Sozialleistungen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen, auch aus dem Ingenieurberuf, in Schwierigkeiten geraten und nicht mehr in der Lage sind, ihre materielle Versorgung in ausreichender Weise sicherzustellen. Sehr groß ist häufig die Not, wenn schwere Erkrankungen die Erwerbstätigkeit unmöglich machen. Nicht selten drücken auch Schulden, Prozesskosten, Ausgaben für behindertengerechte Hilfsmittel oder hohe Medikamentenkosten.

Die VDI-Ingenieurhilfe versucht hier zu helfen.
Neben materieller Unterstützung wird auch versucht, durch persönliche Beratung, durch Gespräche mit Wohnungs- und Sozialämtern oder durch Vermittlungsgespräche mit Banken zu helfen. Auch bei der Arbeitsvermittlung wird durch Stellenanzeigen Hilfestellung gegeben.
Bei aller Hilfsbereitschaft muss aber betont werden, dass die Unterstützung durch die VDI-Ingenieurhilfe stets freiwillig und ohne weiteren Anspruch geleistet wird. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ausschließlich ein ehrenamtlich tätiges Kuratorium, gewählt von der Mitgliederversammlung der VDI-Ingenieurhilfe.

Grundlage für eine wirksame Hilfe ist jedoch, dass entsprechende Mittel zur Verfügung stehen.
Es macht besorgt, dass die Spendenmittel in den letzten Jahren spürbar zurückgegangen sind: von 2002 auf 2003 um fast 10%. Pro Kopf aller VDI-Mitglieder sind weniger als 1,50 Euro gespendet worden. Das reicht nicht aus. Die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt dagegen ständig an. Die VDI-Ingenieurhilfe appelliert daher an alle Mitglieder und Freunde, diese einzigartige Hilfseinrichtung arbeitsfähig zu halten. Viele in Not geratene Ingenieurkollegen sind auf diese Hilfe angewiesen.

Unterstützen Sie die VDI-Ingenieurhilfe, damit diese wirkungsvoll helfen kann!
In jedem der 45 Bezirksvereine des VDI, also praktisch flächendeckend in Deutschland, steht ein Vertrauensmann ehrenamtlich für die VDI-Ingenieurhilfe zur Verfügung. Er steht für Auskünfte zur Verfügung und meldet die Bedarfsfälle an die Geschäftsstelle in Düsseldorf.

Karl Kollmann

Konten der VDI-Ingenieurhilfe e.V.:
Deutsche Bank Düsseldorf (BLZ 300 700 10)
Konto Nr. 5491790
Postbank Köln (BLZ 370 100 50)
Konto Nr. 169459505

Auskünfte erteilen im WIV:
Vertrauensmann Dipl.-Ing. Ulrich Conrad VDI,
Tel. 07141/661869
Kuratoriumsmitglied Dr.-Ing. Karl Kollmann,
Tel. 07152/949094
Sowie die Geschäftsstelle der VDI-Ingenieurhilfe e.V.
Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf:
Frau Sigrid Flade, Tel. 0211/6214-282


Personalia

VDI-Landesvertreter Baden-Württemberg
Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger
wurde vom Lenkungsausschuss der Landesvertretung Baden-Württemberg für eine zweite Amtszeit einstimmig wiedergewählt.

Ehrenplakette des VDI an
Dipl.-Ing. Gerhard Arnold
für seine langjährige erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit als Kassenwart der Alb-Neckar-Gruppe.
Ing. Hermann Rahmig (VDI) für seine langjährige erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit als Kassenwart der Brenz-Gruppe.
 


 

Ehrenplakette für G. Arnold (links) und H. Rahmig,
flankiert von Prof. Bullinger und Prof. Haller (rechts)

Wechsel in der Leitung der
BG Hohenstaufengruppe Göppingen
Der bish. Leiter Dipl.-Ing. Matthias Kohlhase verändert sich beruflich und verlegt seinen Wohnsitz. Derzeit ist die Bezirksgruppe ohne Leitung, mit evtl. Nachfolgern werden Gespräche geführt.

Wechsel im Ehrungsausschuss des VDI
Dr.-Ing. Wolfram Fischer
wurde vom Beirat der Bezirksvereine in Nachfolge von Dipl.-Ing. Kurt Kämmer als Mitglied des Ehrungsausschusses gewählt.


Damen und Herren der WIV-Geschäftsstelle ganz privat: Gabriele Roller, Michael Ros, Ingrid Preis, Helgard Wilhelm, Gerhard Isenmann, Svetlana Ulrich
(von links)