Global Sourcing
für mittelständische Industrieunternehmen

 

Nutzen und praktische Vorgehensweise

 

• Ausgangssituation analysieren
• Voraussetzungen im Unternehmen schaffen
• Beschaffungsmarktforschung und Lieferantenauswahl
• Praktische Umsetzung von Total Cost of Ownership
• Strategische Lieferantenbewertung
• Aktivitäten bis zum tatsächlichen Bezug und Lieferantenmanagement

19. und 20. Juli 2010
Beginn: 9.00 Uhr


Programm

1. Seminartag, Beginn 9.00 Uhr

 

Ausgangspunkt  und Themenabgrenzung von „Global Sourcing
– Welche Situation finden wir im Einkauf mittelständischer Industrieunternehmen ? – Welche Schwerpunkte bestimmen dieses Seminar?

 

Für und Wider Global Sourcing
– Warum scheitert „Global Sourcing“ so oft in mittelständischen Unternehmen? – Welchen Wahrheitsgehalt haben typische Vorstellungen über den asiatischen Markt ?

 

Pause

 

Die Grundvoraussetzungen im Unternehmen schaffen
– Unternehmensweite Voraussetzungen (z.B. Unterstützung der Geschäftsleitung) – Voraussetzungen innerhalb des Einkaufs (z.B. Qualifikation, Messebesuche) – Welche Handlungskompetenzen benötigt der strategische Einkäufer ?

 

Ermittlung geeigneter Komponenten für Global Sourcing
– Kriterien für in Frage kommende Produkte –  Materialgruppenanalyse – Berücksichtigung ergänzender Faktoren (z.B. Sicherheitsrelevanz, Reaktionsschnelligkeit) – Festlegung geeigneter Teile gemeinsam mit den technischen Unternehmensbereichen

 

Mittagspause

 

Beschaffungsmarktforschung
– Wie man planmäßig Informationen gewinnt (z.B. neutrale Organisationen) – systematisches Vorgehen bei der Vorauswahl der Länder- und Lieferanten – Wie man die Lieferantenauswahl gezielt einengt (z.B. durch Hilfe vor Ort)

 

selbstauskunft der Lieferanten
– Welchen praktischen Wert haben Selbstauskünfte von Lieferanten? – Welche Informationen sind unbedingt zu ermitteln? (z.B. Qualitätsorientierung, eigene Produktion und Standort der Produktion) – Wie Lieferantenselbstauskünfte richtig bewertet werden

 

15.00 Uhr  Pause

 

Fallbeispiel: Lieferantenprofil
– Gegeben: Beispielhaftes Lieferantenprofil aus der Praxis – Gesucht: Ungereimtheiten – Schwachstellen – Falschauskünfte – Auswertung der Ergebnisse

 

Erweiterte Fragestellungen zum Lieferantenprofil
– Möglichkeiten, wie man die Informationen hinterfragen kann (z.B. über das Internet) – Schlüsselkriterien (z.B. Präsenz in anderen Ländern, Schadensfallabwicklung) – Das spezifische Lieferantenprofil ermitteln

 

Ende des 1. Seminar-Tages gegen 17.00 Uhr

 

2. Seminartag, Beginn 9.00 Uhr

 

Vorbereitung von Anfragen
– Was sind die häufigsten Fehler bei Anfragen? (z.B. Bezug auf deutsche Normen) – Wie muss man sich für Global-Sourcing-Anfragen richtig aufstellen ? – „Lieferantenschutzspezifikationen“ vermeiden, d.h. keine Spezifikation, die nur für einen einzigen Lieferanten richtig passt

 

Unterlagen für Anfragen
– Technische Einkaufsspezifikationen (einfache Struktur, hohe Genauigkeit) – Rahmeninformationen (z.B. Verpackung, Kennzeichnung und Identifikation) – Offene Kalkulationen („Open Book Policy“)

 

Pause

 

Einfache Auswertung von Angeboten
– Was sollte ein Angebot genau enthalten? (z.B. Gültigkeit, Lieferbedingungen) – Was liefert eine offene Kalkulation?  (z.B. Materialkosten, Produktionskosten) – Wie man Angebote unterschiedlicher Lieferanten aufbereitet und vergleicht

 

„Total Cost of Ownership“ (TOCO)
– „Total Cost of Ownership“, Gesamtkosten-Analyse in der internationalen BeschaffungWelche Kriterien und Methoden erfordert „Total Cost of Ownership“? – Exemplarische Umsetzung anhand eines Excel-Tools

 

Mittagspause

 

Strategische Lieferanten-Bewertung – Ergänzung und Abrundung von TOCO
– Notwendige Informationen im Vorfeld ermitteln und bewerten – Festlegung  von strategischen Kriterien (z.B. Sicherheitskriterien, Prozesse und Qualität) – Aufbereitung und Visualisierung des Ergebnisses, um Transparenz herzustellen

 

Fallbeispiel: Lieferanten-Bewertung
– Gegeben: Informationen über in Frage kommende Lieferanten – Gesucht:  Strategische Lieferanten-Bewertung auf der Basis der Informationen – Auswertung der Ergebnisse

 

Pause

 

Aktivitäten zwischen Anfrage und tatsächlichem Bezug
– Verträge, Liefer- und Zahlungsbedingungen (in Bezug zu den Bedingungen in Deutschland) – Besuch und Audit (z.B. was ist bei der Planung von Audits zu berücksichtigen?) – Daten für Kreditoren-Stamm, Logistik-Konzepte etc.

 

Zusammenfassung und Empfehlungen für die Umsetzung in die Praxis

 

Ende des Seminars gegen 17.00 Uhr

 

– Änderungen am Inhalt und Ablauf des Seminars bleiben vorbehalten –


Zum Thema:

„Im Einkauf liegt der Gewinn“ ist ein oft gehörter und auch heute gültiger Satz. Nur dass der Einkaufsmarkt nicht mehr allein Deutschland oder Europa ist sondern heute vor allem der asiatische Wirtschaftsraum ist. neben den traditionellen Vorteilen bei den Lohnkosten hat sich dort bei Produktivität und Qualität in den letzten Jahren viel verbessert. Gleichzeitig hat sich in der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Druck auf den Einkauf verstärkt, alternative Beschaffungsmärkte zu erschließen.
„Global Sourcing steht daher für viele deutschen Hersteller auf der Tagesordnung. Doch wenn Qualität und Preis stimmen, was ist noch zu beachten?
• Wie finde  ich die richtigen Lieferanten? In welchen Ländern muss ich suchen ?
• Wie vermeide ich beim Bezug spezifischer Teile aus China, dass sie kopiert werden ?
• Macht es überhaupt Sinn, mit „Asiaten“ Verträge abzuschließen?
• Welche verlässlichen Informationen über potenzielle Lieferanten brauche ich?
• Wie weiß ich, dass der „in der richtigen Liga spielt“ (Qualität, Ersatzteilversorgung)?
• Welche zusätzlichen Kosten und Leistungen muss ich im Vergleich zu deutschen Lieferanten  berücksichtigen ?

 

Referent:
Egidius Buchinger, Global Sourcing Manager, Ellwangen
Studium der Elektrotechnik. Zunächst tätig in der Entwicklung und Projektierung im Bereich Automatisierungstechnik, danach im Marketing und seit etwa 14 Jahren im Global Sourcing. Erfahrungshintergrund im Global Sourcing bei verschiedenen mittelständischen und größeren Unternehmen gesammelt (u. a. Siemens, VARTA, Heidenhain). Schwerpunkt: Beschaffung von hochwertigen Industrieprodukten aus dem asiatischen Wirtschaftsraum.


Daten

Ort:
VDI-Haus Stuttgart, Hamletstraße 11, 70563 Stuttgart (Vaihingen)

Kurs-Gebühr:

 

Seminarpreis

EUR 930,00

VDI-Mitglieder

EUR 870,00

Je Seminartag sind EUR 25,00 für Beköstigung enthalten.

 

Termin:

Kurs-Nr.:

19.–20. Juli 2010, 9.00 – 17.00 Uhr

10/40108/01

 

Für kurzarbeitende Unternehmen besteht die Möglichkeit einer Bezuschussung durch die Bundesagentur für Arbeit.

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Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir zeigen Ihnen gern, was Sie tun können.

Wir akzeptieren auch NRW-Bildungsgutscheine.

Ansprechpartner: Frau Wieland

((0711) 13163-10; wieland@vdi-stuttgart.de

Anmeldung:  E-Mail:  wieland@vdi-stuttgart.de

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Letzte Änderung: 31.05.10 Br