Weniger und kürzer Rüsten – oder Rüsten ganz vermeiden?

 

Wie man Durchlaufzeiten wirklich verkürzt und Bestände nachhaltig verringert

 

·         Ansätze und Methoden zur Rüstzeit-Verkürzung: Konstruktion, Technik, Arbeitsvorbereitung, Auftragssteuerung, Rüstvorbereitung, Fertigung

·         Bessere Nutzung von Engpasskapazitäten

·         Optimierung der Produktions-Reihenfolgen

·         Schlankes Rüsten ohne „Verschwendung“ von Arbeit, Material und Zeit

·         „Best practice“-Beispiele aus Unternehmen

 

1. Oktober 2009

Beginn: 9.00 Uhr


Programm

8.30 Uhr Ausgabe der Seminarunterlage

 

8.45 Uhr Dr. Eugen Bendeich

Begrüßung und Einführung in das Thema

 

9.00 Uhr Dr. Eugen Bendeich

Produktionsziele: Liefer- und Durchlaufzeit, Bestände, Flächen, Kosten

– Die Wirkungen kurzer Rüstzeiten und die Elemente der Rüstzeit – Produktgestaltung: rüstgerechtes Konstruieren (Rüstfamilien) – Technik: Werkzeuge, Maschinen, Vorrichtungskonzepte – Arbeitsplanung: ähnliche Teile, gleiche Maschine, Maschinenauswahl, Vermeidung von Engpassbildung – Rüstmittel-Vorbereitung: Vorrüstung außerhalb der Maschine, optimale Bereitstellung des Rüstmittels – Arbeitsorganisation: ähnliche Teile, gleiche Maschine, Maschinenauswahl, Fertigungs- und Rüstfamilien, Losgröße, Produktionsreihenfolge mit wenig Rüstpunkten

 

9.45 Uhr

Ansätze zur Rüstzeitverkürzung; Standardisierung

– Gestaltung der Maschinen, Tische, Magazine, Werkzeugmagazine – Gestaltung der Werkzeuge, Vorrichtungen – Hilfsmittel, Einstellhilfen, – Einstellvorschriften und Hilfen

 

10.45 Uhr   Pause

 

11.00 Uhr

Methoden zur Rüstzeit-Optimierung

– Verbesserung der Rüstvorgänge durch Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich („Single-Minute-Exchange-of-Die“ SMED) – Internes Rüsten bei Stillstand – Externes Rüsten während des Betriebs – Analyse der Rüstabläufe und Arbeitsfolgen – Dauer der Arbeitsschritte (Plan- und Ist-Zeit) – Berechnung der Rüstkosten (Maschinenstundensatz)

 

12.00 Uhr Mittagspause

 

12.30 Uhr

Umsetzung und Einführung

– An welcher Stelle sind Rüstzeit-Verringerungen am wirksamsten? Engpassmaschinen, Anzahl ähnlicher Maschinen, Häufigkeit der Umrüstungen, Dauer des Rüstens, Platzkostensätze, notwendige Investitionen

 

Maßnahmen zur Rüstzeiten-Minimierung

– Welche Maßnahmen lassen sich sofort und ohne großen Aufwand umsetzen? – Welche weitergehenden Änderungen versprechen schnellen Erfolg? – Die Schritte zur „Rüstzeit Null” – Bildung von Rüstfamilien – Erstellung rüstoptimale Reihenfolge – Standards für Werkzeuge und Vorrichtungen – Einstellhilfen, Technische Maßnahmen

 

13.15 Uhr Stefan Meitinger

Schnellrüsten – Trainingsequenz „Stempelmaschine“

– Aufbau einer Stempelmaschine – Potenziale, die im Training erschlossen werden – Trainingsanleitung – Gesamtablauf

 

14.00 Uhr Lars Bergmann

Fallbeispiel: Rüstzeitreduzierung bei der STIHL AG + Co

– Das STIHL-Produktionssystem – Operative Umsetzung des STIHL-Produktionssystems – Beispiel Rüstzeitreduzierung: „Schnelles Rüsten“ – Herausforderungen und Potenziale bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung der Rüstzeiten

 

15.00 Uhr Pause

 

15.15 Uhr Peter Gerster

Permanente Prozess-Optimierung in der Einzelteilfertigung

– Erkenntnisse aus internem Rüstwettbewerb beim Drehen und Fräsen – Rüstvision am Beispiel Schnellwechselsystem capteX – Praxisbeispiele zur Rüstzeitminimierung aus unseren Fertigung

 

16.15 Uhr

Abschlussdiskussion, Behandlung von Fallbeispielen, Hinweise für die praktische Umsetzung

– Gelegenheit zur Beantwortung spezieller Fragen aus dem Kreis der Teilnehmer

 

Ende des Seminars gegen 17.30 Uhr


Zum Thema:

Kurze Rüstzeiten sind die wichtigste Voraussetzung für kurze Liefer- und Durchlaufzeiten und geringe Bestände. „Schlanke Produktionskonzepte“ erfordern einen gleichmäßigen Fertigungsfluss mit kleinen Losgrößen, um die Produkte in kurzen zeitlichen Abständen zu fertigen.

Eine umfassende Betrachtung von Maschinen, Werkzeugen, Fertigungshilfsmitteln, eine günstige Gestaltung der Produkte, der Fertigungsabläufe und -reihenfolge lässt die Rüsthäufigkeit und deren Dauer verkürzen.

Ansatzpunkte für Rüstzeitverkürzungen bieten Verbesserungen und Veränderungen an  Maschinen, Fertigungseinrichtungen,  Produktänderungen und  organisatorische Maßnahmen, wie

– zweckmäßige Gestaltung der Produkte

– Verbesserungen am Fertigungsablauf

– Optimierung der Fertigungshilfsmittel

– Festlegung von Fertigungsreihenfolgen, die Rüsten vermeiden oder verkürzen

Der Rüstzeitbedarf lässt sich durch diese Maßnahmen nachhaltig verringern.

Organisatorische Maßnahmen und Lerneffekte bei den Mitarbeitern mit relativ geringen Kosten bieten große Verbesserungspotenziale.

Den Abschluss des Seminars bildet die konkrete Erarbeitung von Maßnahmen zur Rüstoptimierung in Form eines Aktionsplans.

 

Zielsetzung

Aufzeigen der verfügbaren Methoden, um die Rüsthäufigkeit zu verringern und Rüstzeiten zu kürzen. Erarbeitung einer schrittweisen Vorgehensweise zur Gestaltung und Umsetzung. 

 

Personenkreis

Fertigungsleiter, Produktionsplaner, Arbeitsvorbereiter, Meister, Gruppenleiter in der Produktion, Maschinenrüster, Werkzeug- und Betriebsmittelkonstrukteure.

 

Außerdem bieten wir ein Seminar mit dem Titel “Wege zu kurzen Liefer- und Durchlaufzeiten” an. Teilnehmer aus einem Unternehmen, die beide Seminare besuchen, zahlen EUR 920,00 für beide Seminare. Bei der Anmeldung bitte entsprechend angeben.

 

Seminarleitung:
Dr.-Ing. Eugen Bendeich VDI, Industrieberatung, Stuttgart

 

Referenten:
Dr.-Ing. Eugen Bendeich VDI, Industrieberatung, Stuttgart

Lars Bergmann, Andreas Stihl AG & Co, Waiblingen

Peter Gerster, Fertigungsleiter, Hainbuch GmbH – Spannende Technik, Marbach

Stefan Meitinger, Ingenics AG, Ulm

 


Daten

Ort:
VDI-Haus Stuttgart, Hamletstraße 11, 70563 Stuttgart (Vaihingen)

Kurs-Gebühr:

 

Teilnahmegebühr

EUR 620,00

VDI-Mitglieder

EUR 610,00

Bei gemeinsamer Buchung mit dem Seminar „Wege zu kurzen Liefer- und Durchlaufzeiten“


EUR 920,00

 

Termin:

Kurs-Nr.:

1. Oktober 2009,  9.00 Uhr bis 17.30 Uhr

09/30315/02

 

Für kurzarbeitende Unternehmen besteht die Möglichkeit einer Bezuschussung durch die Bundesagentur für Arbeit.

Könnte eine Bezuschussung für Sie in Frage kommen?

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir zeigen Ihnen gern, was Sie tun können.

Wir akzeptieren auch NRW-Bildungsgutscheine.

Ansprechpartner: Frau Wieland

((0711) 13163-10; wieland@vdi-stuttgart.de

 

Anmeldung:  E-Mail:  wieland@vdi-stuttgart.de

  Programm zum Ausdrucken

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Letzte Änderung:  29.07.09 Br