FMEA für den Maschinen- und Anlagenbau
– Konstruktions- und Verfügbarkeits-FMEA

 

Risikoabsicherung von Maschinenkonstruktionen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Verfügbarkeit

 

Risikoanalyse mit der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse speziell für die Entwicklung von Maschinen- und Anlagen
Verfügbarkeit bereits in der Entwicklungsphase abschätzen
Instandhaltungsbedingte Kosten des Lebenszyklus prognostizieren

 

2. Juli 2010
Beginn: 9.00 Uhr


Programm

9.00 Uhr Begrüßung und Einführung in die Thematik

 

Herausforderungen für die FMEA im Maschinen- und Anlagenbau
– Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der klassischen FMEA – Anforderungen an eine für den Maschinen- und Anlagenbau optimierte FMEA • Konzentration auf die Verfügbarkeit der Maschine anstatt auf die Zuverlässigkeit • Möglichkeiten der Prognose der Lebenszykluskosten (z.B. VDMA 34160)

 

Pause

 

Die KV-FMEA Schritt für Schritt an einem Beispiel

 

Schritt 1: Vorab-Auswahl
– Festlegung der Systemgrenzen – Bewertungskriterien für die Vorab-Auswahl – Durchführung der Vorab-Auswahl an einem Beispielsystem

 

Schritt 2: System-Strukturierung
– Festlegung der Analysetiefe – Fokussierung auf die kleinste austauschbare Einheit

 

Schritt 3: Funktionen von Baugruppen
– Funktionsdefinition für die festgelegten Elemente

 

Mittagspause

 

Schritt 4: Ableitung potenzieller Fehler
– Ableitung potenzieller Auslegungsfehler, möglicher Verschleiß- und Alterungserscheinungen sowie weiterer potenzieller Störungen – Ursachenanalyse mit Fokus auf die kleinste austauschbare Einheit

 

Schritt 5: Konstruktionsbewertung
– Bewertung der Zuverlässigkeit einer Funktion – Bewertung der Fehlerfolgen und der Wahrscheinlichkeit der Entdeckung – Ableitung von die Zuverlässigkeit sichernder und optimierender Maßnahmen

 

Schritt 6: Verfügbarkeitsbewertung
– Konzentration auf Störungen mit einfluss auf die Verfügbarkeit – Bewertung der Diagnose, Ersatzteilbeschaffungs- und Reparaturzeit – Ableitung von Maßnahmen zur Optimierung der Verfügbarkeit (vorbeugende Instandhaltung, Diagnosekonzept, Ersatzteilfestlegung)

 

Pause

 

Das Einsatzspektrum der KV-FMEA
– Anwendung in der Entwicklungsphase – Anwendung in der Produktionsplanungsphase des Kunden

 

Schlussdiskussion – Folgerungen für die Umsetzung in die betriebliche Praxis

 

Ende des Seminars gegen 17.00 Uhr

 

– Änderungen am Inhalt und Ablauf des Seminars bleiben vorbehalten –


Zum Thema:

Die „klassische“ Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) stellt bei Produktentwicklungsprojekten den Stand der Technik zur technischen Risikoanalyse dar. Bei der Anwendung im Maschinenbau zeigt sich jedoch, dass die klassische FMEA, insbesondere in der Ausprägung nach VDA, nur sehr eingeschränkt anwendbar ist. Neben der zu großen Analysetiefe ist dies vor allem auf die Fokussierung  auf die Zuverlässigkeitsabsicherung begründet.
Für eine Maschine, die später innerhalb einer Produktion eingesetzt werden soll, ist aber nicht allein die Zuverlässigkeit ausschlaggebend, sondern vor allem die Verfügbarkeit. Die am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelte Konstruktions- und Verfügbarkeits-FMEA (KV-FMEA) greift diese Schwachstellen auf. Mit ihrer Hilfe lassen sich auch komplexe Maschinen- und Anlagen hinsichtlich der Verfügbarkeit im Produktionsprozess analysieren. Aufbauend auf die Analyse können dann für die Schwachstellen gezielt Maßnahmen
• zur Erhöhung der Zuverlässigkeit
• zur Festlegung der zweckmäßigsten Wartung und der Wartungsintervalle
• zur verbesserten Fehlerdiagnose
• zur Definition des Ersatzteilumfanges
• zur Verbesserung der Reparaturfreundlichkeit
ermittelt werden.
Anhand einer Beispielmaschine werden die einzelnen Schritte der KV-FMEA behandelt. Die Analyse erfolgt in einer Excel-Vorlage, die den Teilnehmern im Anschluss zu Verfügung gestellt wird.

 

Referent:
Dipl.-Ing. Oliver Mannuß, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart
Dipl.-Ing. Oliver Mannuß ist seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Produkt- und Qualitätsmanagement und seit 2006 Gruppenleiter „Entwicklungsmanagement“ am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart. Er arbeitet in zahlreichen Beratungs- und Forschungsprojekten im Bereich Produktentwicklungssystematik und -methodik und unterstützte in mehr als 75 Industrieprojekten Unternehmen bei der zielgerichteten Anwendung der Entwicklungsmethoden. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich der FMEA-Anwendung und deren Anwendung auf die unterschiedlichen Unternehmensarten.


Daten

Ort:
VDI-Haus Stuttgart, Hamletstraße 11, 70563 Stuttgart (Vaihingen)

Kurs-Gebühr:

 

Seminarpreis

EUR 660,00

VDI-Mitglieder

EUR 640,00

Je Seminartag sind EUR 25,00 für Beköstigung enthalten.

 

Termin:

Kurs-Nr.:

2. Juli 2010, 9.00 – 17.00 Uhr

10/20224/01

 

Für kurzarbeitende Unternehmen besteht die Möglichkeit einer Bezuschussung durch die Bundesagentur für Arbeit.

Könnte eine Bezuschussung für Sie in Frage kommen?

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir zeigen Ihnen gern, was Sie tun können.

Wir akzeptieren auch NRW-Bildungsgutscheine.

Ansprechpartner: Frau Wieland

((0711) 13163-10; wieland@vdi-stuttgart.de

 

Anmeldung:  E-Mail:  wieland@vdi-stuttgart.de

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Letzte Änderung: 7.6.10 St